Solidarischer Lockdown

Corona verbreitet sich am Arbeitsplatz und in den Schulen. Dass das wegen der Wirtschaft geleugnet oder verharmlost wird, führt zu unheimlich vielen Toten. Für mich ist vollkommen klar, dass die Zahlen nicht bemerkenswert sinken werden solange die allermeisten Menschen immernoch zur Arbeit fahren und sich dort mit anderen in geschlossenen Räumen aufhalten. Dass Menschen für ihre Lohnarbeit ihr Leben riskieren müssen, ist einfach nur absurd. Aber ständig geht es um die Wirtschaft, die um jeden Preis am laufen gehalten werden muss. Für wen? Wenn es, wie behauptet, um das Allgemeinwohl geht, wäre es dann nicht Priorität die Allgemeinheit vor einer tödlichen Krankheit zu schützen? Oder ist die Wirtschaft vielleicht tatsächlich nicht so wichtig, um unser aller Lebensstandard zu sichern, sondern viel mehr den von ein paar wenigen? Die, die sowieso am weitesten weg von existenziellen Schwierigkeiten sind, werden am meisten geschützt. Alle anderen werden in ihrer Freizeit und ihren sozialen Beziehungen extrem eingeschränkt, aber müssen sich trotzdem ausbeuten lassen. Das ist nicht nur eine Gefahr für die physische Gesundheit, unheimlich viele Menschen stecken grade auch in psychischen Krisen. Die Menschen sollten an erster Stelle stehen. Die Wirtschaft kann sich hinten anstellen. Ein System, dass die Menschen nicht schützt und unterstützt sondern nur versucht, sich selbst zu erhalten, brauchen wir nicht.

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